1 Immobile + 1 Ramos = 4 Lewandowski

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Pflichspieltore Robert Lewandowski 2 (Bundesliga 2 – Champions League 0 – DFB-Pokal 0 – Supercup 0)

Pflichtspieltore Ciro Immobile 3 (Bundesliga 1 – Champions League 2 – DFB-Pokal 0 – Supercup 0)

Pflichspieltore Adrian Ramos 5 (Bundesliga 2 – Champions League 2 – DFB-Pokal 1 – Supercup 0)

Immobile + Ramos = 4 Lewandowski

So viel vorweg: Dieser Beitrag ist eigentlich Quatsch. Weil es Quatsch ist, den ehemaligen BVB- und jetzigen Bayern-Torjäger Robert Lewandowski mit seinen Nachfolgern Ciro Immobile und Adrian Ramos zu vergleichen. Weil Dortmunds Trainer Jürgen Klopp immer gesagt hat. „Immobile kann Lewandowski nicht ersetzen. Ramos kann Lewandowski nicht ersetzen. Unser Ziel muss sein, Roberts Abgang im Verbund zu kompensieren.“

Warum also dennoch viele Worte um großen Quatsch? – Weil die Diskussion geführt wird. Spätestens nach der Niederlage im Derby auf Schalke als Negativschlusspunkt unter einer schwarzgelbe Gruselwoche mit nur einem kargen Punkt aus den Duellen in Mainz (0:2), gegen Stuttgart (2:2) und in der Dreifachturnhalle zu Gelsenkirchen wurde sie geführt. Zumal Ramos im Derby vor dem 0:2 auch noch ein kapitaler Schnitzer in de Defensive unterlaufen war. Zumal die Offensivmacht BVB schon zweimal (gegen Leverkusen und in Mainz) torlos geblieben war. Da muss man doch allmählich mal die Frage diskutieren: Taugen Immobile und Ramos für höhere und gar für höchste Ansprüche?

Quatsch! Die Frage bedarf genau so wenig einer intensiveren Betrachtung wie jene, ob Robert Lewandowski möglicherweise nicht ins Bayern-System passt. Ob er beim Rekordmeister scheitern könnte – wie so viele vor ihm. Zur allgemeinen Be(un)ruhigung: Wird er nicht! Lewandowski ist ein so herausragender Fußballer, dass Trainer Pep Guardiola ein kompletter Dilettant sein müsste, um seine Qualitäten nicht zum Wohle der Mannschaft wirksam werden zu lassen. Aber selbst ein solcher Weltklassemann braucht ein Mindestmaß an Um- und Eingewöhnung. Er muss das Guardiola-System verinnerlichen – so, wie Ramos und noch mehr Immobile als Liga-Neuling das Klopp-System verinnerlichen müssen. So, wie auch Lewandowski das Klopp-System verinnerlichen musste. So, wie auch Pierre-Emerick Aubameyang das Klopp-System verinnerlichen musste. Aktuell ist der Gabuner übrigens mit sieben Pflichtspieltreffern – 3 in der Liga, 2 im DFB-Pokal, je 1 in Champions League und Supercup – erfolgreichster Torschütze, darüber hinaus in überragender Form, arbeitet ungleich mehr als in seiner Premierensaison defensiv mit und leistet seinen ganz erheblichen Beitrag dazu, den Lewandowski-Verlust im Verbund zu kompensieren.

Aber auch die Bilanz von Immobile und Ramos ist beachtlich. Die Tore des Italieners waren bereits sieben Punkte wert. Gegen Arsenal und Anderlecht erzielte er jeweils das Game-Winning Goal, gegen Stuttgart den späten Ausgleich. Ramos zeichnete für den Siegtreffer gegen Augsburg verantwortlich. Macht in Summe zehn Punkte durch Immobile/Ramos-Treffer. Demgegenüber steht ein einziger Zähler, den Lewandowski seinem Arbeitgeber bislang sicherte – durch sein Tor beim 1:1 der Bayern auf Schalke. Sind Immobile/Ramos am Ende also sogar besser als Lewandowski? – Quatsch! Sie sind anders. Anders gut.

Die Ausbeute des neuen BVB-Sturmduos ist um so bemerkenswerter, weil sie – wie Klopp völlig zurecht anmerkt – „zurzeit die ärmsten Schweine überhaupt“ sind. Will sagen: Ihr Integrationsprozess leidet unter den vielen verletzungsbedingten Ausfällen bei der Borussia. Bislang bestand kaum Gelegenheit, Automatismen einzuüben, Laufwege abzustimmen, Passfolgen zu trainieren. So erklären sich auch spielentscheidende Fehler wie der von Ramos gegen den HSV. Zentrale Figuren wie Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Nuri Sahin, Marco Reus und Henrykh Mkhytarian fehlten zumeist oder fehlen bislang gänzlich. Darunter leidet die Spieleröffnung, die Spielentwicklung. Dem BVB-Spiel fehlt viel Kreativität. Der Ball kommt häufig gar nicht dort an, wo Immobile und/oder Ramos ihn verwerten könnten. Klopp sieht das. Und er weiß auch: Das wird in den nächsten Wochen besser.

Die Fans dürfen sich also durchaus freuen. Auf weitere Tore von Ramos, Immobile und Aubameyang, zu denen sich Tore von Reus, Kagawa und Mkhytarian, auch von Kuba und Ji gesellen werden. Nicht die allerschlechteste Perspektive also

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