Drei Gründe, warum Ousmane Dembélé in Dortmund bleiben sollte

(Foto: Screenshot BVB-App)

Heute Abend also beginnt sie, die Fußball-Bundesliga-Saison 2017/18. Es ist die 55. seit der Premiere 1963/64. 55 – das ist eine Schnapszahl, und genau so gebärdet sich der Fußball derzeit auch: Als hätte er zu tief ins Schnapsglas geschaut. Als hätte er sich beim Komasaufen den letzten Rest von Anstand und Moral weggeschossen und taumele nun im dichten Promille-Nebel Richtung Abgrund. Glaubt man Karl-Heinz Rummenigge, dem Vorstandschef des ruhmreichen FC Bayern, dann „fiebert die ganze Welt“ dem Auftaktduell zwischen seinen Münchnern und dem TSV Bayer 04 Leverkusen seit Tagen entgegen.

Nun ist Rummenigge zwar ziemlich nervig, aber nicht blöd. Daher weiß er selbst am besten, dass das schon deshalb Unfug ist, weil spätestens außerhalb Europas jeder fragt: „Bayer 04 . . . W-E-R?“ Vor allem aber ist es Unfug, weil die Fußballwelt auch heute, wie schon seit 14 Tagen, von nichts anderem spricht als von Neymars 222-Millionen-Euro-Wechsel und von dem, was dieser Irrsinns-Transfer in der Folge bereits ausgelöst hat bzw. mittel- und langfristig auslösen wird. Dieser Wechsel vom FC Barcelona, einem Klub, so groß und großartig, dass ihn eigentlich kein Spieler dieser Welt freiwillig verlassen sollte, zu Paris St. Germain, einem Klub, der mit katarischen Schurken-Milliarden künstlich zur Nummer eins in Europa und in der Welt hochgezüchtet werden soll. Ein weiteres Spielzeug in den Händen eines großen Kindes, das nicht weiß, wohin mit seinem ganzen Geld – wie City und United, wie Chelsea und Rasendingsbums Leipzig.

Worüber die Fußballwelt wirklich redet, ist nicht Bayern gegen Bayer, ein Spiel, das seine Spannung allein aus der Frage nach der Höhe des Bayern-Sieges bezieht. Sie redet vielmehr über Philippe Coutinho vom FC Liverpool und über Ousmane Dembélé von Borussia Dortmund. Zwei Spieler, die Barca ins Visier genommen hat, um den Neymar-Verlust halbwegs zu kompensieren – und die nun schon seit zwei Wochen durch abenteuerliche Zickereien versuchen, ihren Wechsel zu forcieren. Die allerdings bei ihren aktuellen Arbeitgebern auf Granit beißen.

Unerlaubtes Fernbleiben von der Truppe – bei der Bundeswehr wären längst die Feldjäger ausgerückt. Tagelanges Abtauchen. Gesprächsverweigerung. Trainingsboykott. Was Dembélé derzeit in Dortmund abzieht, spottet jeder Beschreibung. Und da hilft der verständnisvolle Hinweis, dass der Junge ja erst 20 Jahre alt ist und nicht aus eigenem Antrieb handelt, sondern auf Geheiß seines in der Branche hinlänglich für seine Eskapaden bekannten Agenten Moussa Sissoko, nur bedingt. „Agent“ ist übrigens eine passende Bezeichnung, denn Sissoko verfügt über die „Lizenz zum Nervtöten“.

Würde Dembélés Verhandlungsführer so etwas wie Verantwortungsbewusstsein haben und es ihm womöglich gar um eine weitsichtige Karriereplanung für seinen Schützling gehen, so hätte er ihm dringend dazu raten müssen, noch ein Jahr in Dortmund zu bleiben. Tatsächlich geht’s den Sissokos dieser Fußballwelt aber allein um Kohle, Zaster, Knatter, Moneten und Pinunsen – und dabei lassen sie gerne auch mal völlig außer Acht, dass sie dieselbe Summe oder sogar eine noch höhere und damit genau soviel oder sogar noch mehr Provision auch im nächsten Sommer bekommen würden. Dann, wenn Dembélé seiner ersten bemerkenswerten Saison als Bundesliga-Rookie eine zweite starke Spielzeit hätte folgen lassen und mit Frankreich womöglich auch noch eine erfolgreiche WM gespielt hätte. Aber lassen wir das . ..

Hier die drei Gründe, warum es für Ousmane Dembélé gut ist, dass er noch ein Jahr in Dortmund bleibt oder besser gewesen wäre, noch ein Jahr in Dortmund zu bleiben – je nachdem, wie dieses unwürdige Geschachere nun ausgeht.

Grund 1: Beim BVB kann Dembélé reifen

Keine Frage, der gerade 20-jährige Franzose ist schon heute ein außergewöhnlicher Fußballspieler. Einer, der mit Ball und Gegner tanzt. Der den berühmten Unterschied macht. Das hat er in seiner Dortmunder Premierensaison wiederholt auf spektakulärste Art und Weise bewiesen. Am nachhaltigsten wohl durch seinen 3:2-Siegtreffer im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern München und durch sein Führungstor im Endspiel gegen Eintracht Frankfurt. Dembélé hat zweifellos das Zeug dazu, in den nächsten Jahren zu einem der prägenden Fußballer zu werden. Bedenkt man, dass Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nicht mehr die Jüngsten sind, gehört er sogar zum Kreise derer, die in Zukunft Weltfußballer werden können. Aber: Noch macht Ousmane Dembélé Fehler. Im Dribbling rennt er sich bisweilen fest, verpasst den richtigen Moment für das Abspiel auf den besser postierten Nebenmann, ist extrem fixiert auf seinen Kumpel Pierre-Emerick Aubameyang, schaltet nach Ballverlusten manchmal nicht schnell genug in den Rückwärtsgang um. Diese Fehler sind kein Drama. Sie sind Ausdruck fehlender Reife und damit völlig normal für einen 20-Jährigen. Entscheidend ist: In Dortmund verzeiht man ihm diese Fehler. Aber in Barcelona? In Dortmund kann er lernen. In Barcelona muss er funktionieren.

Grund 2: Bei Barca wäre Dembélé nicht Dembélé, sondern der Neymar-Ersatz

Lionel Messi – Luis Suarez – Neymar: Die offensive Dreierreihe des FC Barcelona war gefürchtet wie kaum eine andere auf der Welt. Allein Bale – Benzema – Ronaldo oder Ribery – Lewandowski – Robben erreichen in Topform ein vergleichbares Niveau. Nun ist Neymar weg. Und wen auch immer die Katalanen verpflichten, um die Lücke zu schließen, die der Brasilianer reißt: Er ist der Neymar-Ersatz. Er wird mit Neymar verglichen werden. Das kann man ungerecht nennen. Ändert aber nix. Und als wäre es nicht ohnehin schon schwer genug, in diese riesigen Fußstapfen zu treten, ist es für einen 20-jährigen, charakterlich labilen und tendenziell falsch-beratenen Newcomer umso schwerer. Neymar hat, obwohl selbst noch jung, schon einige Jahre in Folge seine Weltklasse nachgewiesen, hat Tiefschläge – wie die schwere Verletzung bei der WM 2014 im eigenen Land – verkraften müssen, hat sie weggesteckt, sich durchgeschüttelt. Neymar ist als Fußballer ein Mann, Dembélé ein Männchen. Welpenschutz aber wird er in Barcelona nicht genießen.

Grund 3: Pierre-Emerick Aubameyang, sein Buddie

In Dortmund war Pierre-Emerick Aubameyang vom ersten Tag an die Bezugsperson für Ousmane Dembélé. Der positiv-durchgeknallte, dabei jederzeit professionell arbeitende Gabuner spricht die gleiche Sprache. Er hat sich der damals noch 19-jährigen Ausnahmetalentes angenommen, ihn in die Mannschaft eingeführt, ihm den Wechwsel aus Frankreich nach Deutschland leicht gemacht. Aubameyang und Dembélédas ist die perfekte Symbiose. Beide profitieren auf dem Spielfeld enorm voneinander. Aubameyang wurde auch deshalb Torschützenkönig, weil Dembélé ihm viele Treffer mustergültig auflegte. Und Dembélés Stern strahlte auch deshalb gleich im ersten Jahr so hell, weil Auba seine fußballerischen Geistesblitze veredelte. In Barcelona gibt es ausnahmslos hell strahlende Sterne. Der Himmel über Camp Nou glitzert und kunkelt schon heute so hell, dass es gar nicht auffällt, ob da noch ein Sternchen mehr hinzu kommt. Es droht vielmehr die Gefahr, als Sternschnuppe vom Himmel zu fallen und zu verglühen.

Ganz gleich, wie das Transfer-Hickhack auch ausgeht: Wer den Fußball liebt, muss hoffen, dass Ousmane Dembélé sein Glück findet. Denn ihm zuzuschauen, gehört zum Großartigsten, was dieser Sport derzeit zu bieten hat. Ob Dembélé, wenn der Wechsel scheitert, dem BVB noch zuzumuten wäre – und zwar der Mannschaft wie auch den Fans – hängt wesentlich von Dembélé selbst ab. Er bräuchte dann wahrscheinlich mal jemanden, der ihn tatsächlich BERÄT. Dass er weiter schmollt und sich ein halbes oder ganzes Jahr trotzig auf der Tribüne verkrümelt, ist auszuschließen. Die Saison 2017/18 ist eine Weltmeisterschafts-Saison. Bei der WM 2018 in Russland ist der Franzose 21 Jahre alt. Es ist das Turnier, bei dem er erstmals eine Hauptrolle auf der Weltbühne des Sports spielen kann. So viele Gelegenheiten dazu bietet eine Laufbahn nicht. Andererseits: Die französische Nationalmannschaft ist gerade in der Offensive so unfassbar gut besetzt, dass es für eine zickige Diva mit dem Ruf, ein Egoist und kein Mannschaftsspieler zu sein, schwierig werden könnte, überhaupt nominiert zu werden.

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Nur(i) anders stark – über Sahins neue Rolle beim BVB

(Beitragsbild: Screenshot http://www.bvbtotal.de)

Die Schlagzeilen gehörten anderen nach dem 3:0-Erfolg des BVB in Freiburg: Pierre-Emerick Aubameyang natürlich, dem Gabuner, der den ersten Treffer vorbereitet und die beiden anderen selbst erzielt hatte. Marco Reus natürlich, der mit dem 1:0 die Dose geöffnet und sich gegenüber seinem vitaminarmen Auftritt gegen Augsburg stark formverbessert präsentiert hatte. Auch Ilkay Gündogan wurde viel gelobt – vor allem für seinen brillanten Pass zum zweiten Treffer. Und Kuba und Kagawa für ihre Blitzkombination vor dem dritten Tor. Das erinnerte schon wieder sehr an den Dortmunder Vollgasfußball der allerbesten Zeiten zwischen 2010 und 2013.

Einer, der ebenfalls erheblichen Anteil am Sechs-Punkte-Sieg im Breisgau hatte, ackerte offenbar unterhalb des Radars vieler Beobachter: Nuri Sahin!

In den Ruhr Nachrichten erhielt der Mittelfeldspieler die Note 3,5 – im Reviersport sogar nur eine 4. Einer der schwächsten Dortmunder also? Mitnichten! Denn es war Nuri Sahin, der vor dem 2:0 an der Mittellinie den entscheidenden Zweikampf gewann. Seine Balleroberung ermöglichte Gündogan erst den Traumpass auf Aubameyang. Und es war Nuri Sahin, der vor dem 3:0 an der Mittellinie einen Freiburger Pass abfing und somit die Traumkombination über Kagawa – Kuba – Reus – Kuba – Reus – Kagawa – Aubameyang einleitete. Zwei Szenen, für die es nicht einmal einen Assistpunkt gibt. Was wiederum belegt, dass derlei Statistiken ganz nett, aber eben nur bedingt aussagekräftig sind.

Apropos Statistik: Die Partie in Freiburg war erst Sahins vierter Bundesliga-Einsatz in dieser Saison. Seine Premiere feierte er nach der langwierigen Knieverletzung, die er sich während der Sommervorbereitung zugezogen hatte, am 15. (!) Spieltag beim 0:1 in Berlin – ein siebenminütiger Kurzeinsatz. Will sagen: Sahin war in der Hinrunde nicht Teil des Problems. Dafür könnte er jetzt Teil der Lösung sein.

Sein Startelf-Debüt 2014/15 gar er sogar erst zum Rückrundenauftakt in Leverkusen. Dort gehörte er gleich zu den besten Dortmundern. Beim 0:1 gegen Augsburg gehörte er noch zu den besseren Dortmundern. Jetzt die starke Leistung in Freiburg – und die Erkenntnis: Es geht auch mit einer Doppel-Acht.

Dabei war die Skepsis groß, als nach „Manni“ Bender mit Sebastian Kehl auch der zweite etatmäßige „Sechser“ verletzungsbedingt ausfiel. Ein Duo Sahin/Gündogan im zentralen Mittelfeld; zwei Spieler also, die gelernt sogar eher auf der „Zehn“ als auf der „Acht“ zu Hause sind, ganz sicher aber nicht auf der „Sechs“ – kann das funktionieren angesichts der ohnehin labilen BVB-Defensive? Angesichts der Tatsache, dass Gündogan nach mehr als einjähriger Verletzungspause physisch immer noch nicht voll auf der Höhe ist? Angesichts der Tatsache, dass Sahin noch nie der Schnellsten einer war und es auch nicht mehr werden wird?

Es kann!

Auch deshalb, weil Nuri Sahin seine spielerischen Ambitionen zurücknimmt und sich mit defensiverer Denkweise in den Dienst der Mannschaft stellt. Weil er Zweikämpfe führt. Und gewinnt. Weil er sogar in Kopfballduelle geht. Doch was er selbst verinnerlicht hat, ist in den Köpfen vieler Fans und Experten noch nicht so richtig angekommen. Sie haben immer noch den Sahin der Saison 2010/11 vor Augen. Den Zauberfuß, der Borussia Dortmund mit 14 Scorerpunkten zur Deutschen Meisterschaft dirigierte, von den Profikollegen zum „Spieler der Saison“ gewählt und von Real Madrid abgeworben wurde. Sie messen ihn an der Brillanz jener Tage, an seinen Traumpässen in die Tiefe, an seinen präzisen Freistößen. Wenn das der Maßstab ist, ist Nuri Sahin tatsächlich schwächer geworden.

Vielleicht lautet die Wahrheit aber auch: Nuri Sahin ist immer noch stark. Nur(i) anders stark!

Mitte 20 ist er inzwischen. Er wirkt noch immer jungenhaft und ist dabei doch erstaunlich abgeklärt. Einer, der erst denkt und dann spricht und dann auch stets etwas zu sagen hat. Der sich traut, seine Meinung zu vertreten, weil er weiß, dass er sich das erlauben darf. Sein sportliches Leistungsblatt reicht heute schon locker für eine komplette Karriere. U17-Europameister und bester Spieler des Turniers. Jüngster Bundesligaspieler (Debüt für den BVB mit 16 Jahren am 6. August 2005 beim 2:2 in Wolfsburg). Jüngster Bundesliga-Torschütze (am 26. November 2005 beim 2:1-Sieg in Nürnberg). Jüngster türkischer Nationalspieler und -torschütze. Holländischer Pokalsieger mit Feyenoord Rotterdam. Deutscher Meister mit dem BVB und bester Spieler der Saison. Spanischer Meister mit Real Madrid. Nuri Sahin ist nicht nur erfolgreich. Er hat mit 26 Jahren auch schon mehr von der Welt gesehen als andere in ihrem Leben: Meinerzhagen – Dortmund – Rotterdam – Madrid – Liverpool. Nun wieder Dortmund.

Eine Rückkehr in Dankbarkeit und Demut war das im Januar 2013. Bei den Königlichen von Real Madrid hatte er sich nicht durchsetzen können. Auch deshalb, weil er schon verletzt in Madrid aufschlug und als Fehleinkauf galt, bevor er überhaupt erstmals richtig fit war. Vier Einsätze standen schließlich nur zu Buche; deren sieben waren es in Liverpool. So richtig wohl gefühlt hat er sich weder in Spanien noch in England. Wohl fühlt er sich in Dortmund. Beim BVB. Dieser Klub ist seine Heimat. Schwarzgelb ist seine Farbe und „Echte Liebe“ sein Empfinden. Für Borussia übernimmt Nuri Sahin Verantwortung – auf dem Platz wie außerhalb. Ihm glaubt man, dass er unter dem bisherigen Saisonverlauf leidet. „Uns geht die Situation nahe, aber wir sind voll auf die Arbeit fokussiert und wollen die Wende schaffen“, sagte er nach dem Sieg in Freiburg – und fügte ein Versprechen hinzu: „Das wird man auch am Freitag gegen Mainz sehen!“

#scpBVB – Jürgen Klopp: „Habe allerallerallergrößten Respekt vor Paderborn!“

Mit dem hochverdienten – wenn auch aufgrund des spektakulären Eigentores von Weltmeister Christoph Kramer letztlich glücklichen – 1:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach hat der BVB vor der Länderspielpause seine Negativserie beendet und Platz 18 nach 24 Stunden wieder verlassen. Am Samstag, 15.30 Uhr, treten die Borussen zum Westfalenderby beim Aufsteiger SC Paderborn an. Die wichtigsten Aussagen von Trainer Jürgen Klopp aus der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag im Twitter-Stil – nachzulesen auch auf @FFligge:

Zum Gegner Paderborn . . .

Jürgen #Klopp: „Schon vor der Saison gesagt, dass ich den allerallerallerallerallergrößten Respekt vor Paderborn habe.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: Legitim, dass Paderborn in Understatement macht, aber wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Paderborn Bsp. dafür, dass man mit wenig Geld, klarer Idee und guten Entscheidungsträgern etwas bewegen kann.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Alles, was ich über Paderborn sage, ist ein maximales Lob für den Kollegen Andre Breitenreiter.“ #BVB #scpbvb

Auf die Frage, ob er zustimme, dass das „System BVB“ entschlüsselt sei:

Jürgen #Klopp: „Ich habe immer noch das Büßerhemd an und bin auch bei blöden Fragen noch nicht auf Krawall gebürstet.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Unser Problem ist nicht, dass andere erkannt haben, wie wir spielen. Müssen stabile Form auf Platz bringen.“ #BVB #scpbvb

Zum Fitnesszustand der zuletzt verletzten/angeschlagenen Spieler:

Jürgen #Klopp: „Marco #Reus hat keinerlei Probleme mehr.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Idealerweise können wir Sahin, Kuba und Kirch noch ein wenig Zeit geben.“ Um Rückstand aufzuholen. #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Aubameyang hatte erst ein wenig muskuläre Probleme, dann Magen-Darm. Ist gestern aber schon gelaufen.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Gehe davon aus, dass Aubameyang heute mittrainiert. Dann sehen wir, ob und wie geschwächt er ist.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Bei @matshummels geht’s nicht so schnell voran wie wir uns das gewünscht haben.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Wenn nicht über Nacht ein Wunder geschieht, wird’s bei @matshummels für Paderborn eng – evtl. ein Thema für Arsenal.“ #BVB #scpbvb

Zum FC Bayern München:

Jürgen #Klopp zur Rückkehr von Uli Hoeneß: „Finde das gut. Strafe ist dazu da, dass man sie absitzt. Und dann geht’s weiter.“ #BVB #scpbv

Jürgen #Klopp: „Verletzung von Lahm tut mir leid. Philipp ist ein außergewöhnlicher Fußballer.“ #BVB #scpbvb

Jürgen #Klopp: „Lahm, Alaba, Thiago bedeuten erheblichen Qualitätsverlust. Wenn ein Team das kompensieren kann, dann Bayern.“ #BVB #scpbvb

1 Immobile + 1 Ramos = 4 Lewandowski

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Pflichspieltore Robert Lewandowski 2 (Bundesliga 2 – Champions League 0 – DFB-Pokal 0 – Supercup 0)

Pflichtspieltore Ciro Immobile 3 (Bundesliga 1 – Champions League 2 – DFB-Pokal 0 – Supercup 0)

Pflichspieltore Adrian Ramos 5 (Bundesliga 2 – Champions League 2 – DFB-Pokal 1 – Supercup 0)

Immobile + Ramos = 4 Lewandowski

So viel vorweg: Dieser Beitrag ist eigentlich Quatsch. Weil es Quatsch ist, den ehemaligen BVB- und jetzigen Bayern-Torjäger Robert Lewandowski mit seinen Nachfolgern Ciro Immobile und Adrian Ramos zu vergleichen. Weil Dortmunds Trainer Jürgen Klopp immer gesagt hat. „Immobile kann Lewandowski nicht ersetzen. Ramos kann Lewandowski nicht ersetzen. Unser Ziel muss sein, Roberts Abgang im Verbund zu kompensieren.“

Warum also dennoch viele Worte um großen Quatsch? – Weil die Diskussion geführt wird. Spätestens nach der Niederlage im Derby auf Schalke als Negativschlusspunkt unter einer schwarzgelbe Gruselwoche mit nur einem kargen Punkt aus den Duellen in Mainz (0:2), gegen Stuttgart (2:2) und in der Dreifachturnhalle zu Gelsenkirchen wurde sie geführt. Zumal Ramos im Derby vor dem 0:2 auch noch ein kapitaler Schnitzer in de Defensive unterlaufen war. Zumal die Offensivmacht BVB schon zweimal (gegen Leverkusen und in Mainz) torlos geblieben war. Da muss man doch allmählich mal die Frage diskutieren: Taugen Immobile und Ramos für höhere und gar für höchste Ansprüche?

Quatsch! Die Frage bedarf genau so wenig einer intensiveren Betrachtung wie jene, ob Robert Lewandowski möglicherweise nicht ins Bayern-System passt. Ob er beim Rekordmeister scheitern könnte – wie so viele vor ihm. Zur allgemeinen Be(un)ruhigung: Wird er nicht! Lewandowski ist ein so herausragender Fußballer, dass Trainer Pep Guardiola ein kompletter Dilettant sein müsste, um seine Qualitäten nicht zum Wohle der Mannschaft wirksam werden zu lassen. Aber selbst ein solcher Weltklassemann braucht ein Mindestmaß an Um- und Eingewöhnung. Er muss das Guardiola-System verinnerlichen – so, wie Ramos und noch mehr Immobile als Liga-Neuling das Klopp-System verinnerlichen müssen. So, wie auch Lewandowski das Klopp-System verinnerlichen musste. So, wie auch Pierre-Emerick Aubameyang das Klopp-System verinnerlichen musste. Aktuell ist der Gabuner übrigens mit sieben Pflichtspieltreffern – 3 in der Liga, 2 im DFB-Pokal, je 1 in Champions League und Supercup – erfolgreichster Torschütze, darüber hinaus in überragender Form, arbeitet ungleich mehr als in seiner Premierensaison defensiv mit und leistet seinen ganz erheblichen Beitrag dazu, den Lewandowski-Verlust im Verbund zu kompensieren.

Aber auch die Bilanz von Immobile und Ramos ist beachtlich. Die Tore des Italieners waren bereits sieben Punkte wert. Gegen Arsenal und Anderlecht erzielte er jeweils das Game-Winning Goal, gegen Stuttgart den späten Ausgleich. Ramos zeichnete für den Siegtreffer gegen Augsburg verantwortlich. Macht in Summe zehn Punkte durch Immobile/Ramos-Treffer. Demgegenüber steht ein einziger Zähler, den Lewandowski seinem Arbeitgeber bislang sicherte – durch sein Tor beim 1:1 der Bayern auf Schalke. Sind Immobile/Ramos am Ende also sogar besser als Lewandowski? – Quatsch! Sie sind anders. Anders gut.

Die Ausbeute des neuen BVB-Sturmduos ist um so bemerkenswerter, weil sie – wie Klopp völlig zurecht anmerkt – „zurzeit die ärmsten Schweine überhaupt“ sind. Will sagen: Ihr Integrationsprozess leidet unter den vielen verletzungsbedingten Ausfällen bei der Borussia. Bislang bestand kaum Gelegenheit, Automatismen einzuüben, Laufwege abzustimmen, Passfolgen zu trainieren. So erklären sich auch spielentscheidende Fehler wie der von Ramos gegen den HSV. Zentrale Figuren wie Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Nuri Sahin, Marco Reus und Henrykh Mkhytarian fehlten zumeist oder fehlen bislang gänzlich. Darunter leidet die Spieleröffnung, die Spielentwicklung. Dem BVB-Spiel fehlt viel Kreativität. Der Ball kommt häufig gar nicht dort an, wo Immobile und/oder Ramos ihn verwerten könnten. Klopp sieht das. Und er weiß auch: Das wird in den nächsten Wochen besser.

Die Fans dürfen sich also durchaus freuen. Auf weitere Tore von Ramos, Immobile und Aubameyang, zu denen sich Tore von Reus, Kagawa und Mkhytarian, auch von Kuba und Ji gesellen werden. Nicht die allerschlechteste Perspektive also